Natur in Prenzlauer Berg | Die Kräuter im Volkspark Prenzlauer Berg | Blüten gelb, auch blaßgelb

  

Wolfgang Krause, Ursula Rändel:
Die Kräuter im Volkspark Prenzlauer Berg
Ein botanischer Führer für jedermann

 

Blüten gelb, auch blaßgelb

Niederliegende Sumpfkresse (Rorippa anceps)

Familie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)

Beschreibung:
Untere Blätter etwas niedergedrückt, Blattspreite fiederteilig bis fiederschnittig, Endsegment sehr groß, breit, etwa rautenförmig, Rand unregelmäßig gesägt, auch etwas gelappt. Blüten auffallend dunkelgelb, gedrängt stehend; Bestäubung durch Insekten sowie Selbstbestäubung. Früchte sind mehrsamige, langstielige Schoten, diese zur Seite abspreizend, elliptisch, mit Griffelrest an der Spitze; die typische Fruchtform ist erst lange Zeit nach dem Verblühen erkennbar; Verbreitung der Samen durch den Wind.

Wuchshöhe: 0,30 bis 1,00 m

Blütezeit: Mai bis September, ausdauernd

Standort:
nährstoffreiche Schlickböden, auch trockenere Standorte wie Wiesen, Bahndämme, Gebüsch, zwischen Sträuchern und innerstädtischen Grünanlagen.

Verbreitung: Europa

Vorkommen im Volkspark:
an einigen Stellen in den Wiesen im östlichen Teil des Parks.

Sprachliche Herleitung:
Deutscher Name: Sumpfkresse wegen des Vorkommens dieser und weiterer Sumpfkresse-Arten an feuchten, sumpfigen Standorten, Niederliegende S. vermutlich wegen der manchmal etwas niedergedrückten Stengel und der angedrückten unteren Blätter.
Botanischer Name: Rorippa (lat.): Ableitung unklar; anceps (lat.): zweischneidig, doppelköpfig (Bezugnahme auf die mögliche Bastardnatur der Art)

Besonderes:
Die Niederliegende Sumpfkresse ist möglicherweise durch Kreuzung der Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia) mit der Wilden Sumpfkresse (Rorippa sylvestris) entstanden; man findet den botanischen Namen auch als Artbastard (Rorippa x anceps) geschrieben.