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Grün im Wandel
Eine Bilanz der Neugestaltungen von Stadtplätzen,
Spiel- und Sportanlagen sowie Parks in
Prenzlauer Berg in den Jahren 1990 bis 2000

Baumpflanzungen

Bäumen kommt in einem dichtbesiedelten Innenstadtbezirk wie Prenzlauer Berg eine hohe Bedeutung zu. Neben der Erzeugung von Sauerstoff tragen sie wesentlich zur Lärmdämpfung, zur Regulation von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie zur Bindung von Staub bei. Für das Wohlbefinden der Menschen und letztlich für eine Identifikation mit ihrem Wohnort sind sie unabdingbar, zudem prägen sie das Gesicht der Straßenzüge und Quartiere.
Die ältesten Baumbestände von Prenzlauer Berg findet man auf dem Falkplatz: drei mächtige, über einhundert Jahre alte Stieleichen. Der Ostseeplatz weist einen schönen Bestand alter Roßkastanien und mehrere 100jährige Platanen auf. Die unmittelbar angrenzende Georg-Blank-Straße wird durch etwa 60 Jahre alte Japanische Zierkirschen prachtvoll geziert. Doch gerade in alte Baumbestände wurden während der siebziger und achtziger Jahre durch Luftverschmutzung, den Einsatz von Tausalzen im Winter und besonders durch defekte Gasleitungen erhebliche Lücken geschlagen. In den letzten zehn Jahren wurde deshalb kontinuierlich nach Konzepten von Wolfgang Krause daran gearbeitet, diese Lücken zu schließen. Bis auf drei konnten alle Straßen des Bezirks neu bepflanzt werden. Auf diese Weise kamen viele neue Arten und ein breites Sortiment an Jungbäumen in den Bezirk. Unter den derzeit fast 11000 Straßenbäumen (davon ca. 60% Neupflanzungen) sind Ginkgobäume, Chinesische Wildbirnen, Rotdornbäume, Säuleneichen, Eschen und Traubenkirschen zu finden. Eine Besonderheit ist die in den Jahren 1992-1995 erfolgte Pflanzung von Japanischen Zierkirschen, die aus Spendenmitteln japanischer Firmen anläßlich des Mauerfalls 1989 finanziert wurden. Ingesamt wurden mehr als 20 verschiedene Sorten gepflanzt, von denen auch einige in den Wintermonaten Dezember und Januar blühen.