Spiel in Prenzlauer Berg

Spielplätze in Prenzlauer Berg
In Prenzlauer Berg gibt es gegenwärtig 64 öffentliche Kinderspielpätze. Sie sind über den gesamten Bezirk verteilt und bieten Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen. Schon bei der Planung im Rahmen von Neugestaltungen oder Rekonstruktionen wird darauf geachtet, Bereiche zu schaffen, die unterschiedliche Spiele ermöglichen und den Kindern Anregungen geben, ihre Kräfte zu messen oder ihre Geschicklichkeit zu erproben. Um diesem Anliegen gerecht zu werden, sind in den vergangenen Jahren verstärkt themenbezogene Spielplätze gestaltet worden.
Viele der in den letzten Jahren realisierten Spielpätze entstanden in Zusammenarbeit mit Künstlern, die Spielsteine, Kletterburgen und Figuren entwarfen, oder auf Grundlage von Wettbewerben, die gemeinsam mit Kindern durchgeführt wurden. Auch das Angebot von Trendsportarten spielt bei der Planung von Spielplätzen eine große Rolle. Neunzehn Spielplätze sind deshalb mit Bolzplätzen für Street- und Fußball ausgestattet, und für die Fans von Skateboarding und Rollerskating wurden mehrere Halfpipes aufgebaut.
Thematische Spielplätze befinden sich zum Beispiel auf dem Arnimplatz, wo die Kinder im sandigen Garten einer mittelalterlichen Burg ein Burgfräulein vom großen Drachen befreien können, oder hinter dem Planetarium an der Prenzlauer Allee, auf dem die Künstlerin Steffi Blume Spielgeräte nach Kinderzeichnungen gestaltete, die mit dem Kosmos zu tun haben. Große Sportanlagen befinden sich unter anderem in der Ei
nsteinstraße 16 a-d oder auf dem Helmholtzplatz.
Der Einstein-Park zählt zu den letzten fertiggestellten Spielplätzen des Bezirks. 1998 wurde die Gesamtanlage feierlich eingeweiht. Seinen Namen zu Ehren des großen Wissenschaftlers Albert Einstein tragend, finden sich im gesamten Park Hinweise auf sein Wirken. Im Mittelpunkt steht dabei die Skulpturengruppe »Albert & Einstein« der Berliner Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach. Beide Figuren - den alten und den jungen Einstein darstellend - stehen auf einem neun Meter hohen Granitblock, dem EIN STEIN. Im Pavillon, einem schattigen Ruhepunkt der Anlage, entdeckt man zudem einige der wichtigsten Formeln seiner Theorien und Entdeckungen. Eine großzügig angelegte Spiellandschaft bietet Kletterwände, Netzaufstiege, Rutschen und viele andere Herausforderungen. An heißen Sommertagen bietet eine offene Plansche, die mit eigener Körperkraft in Gang gesetzt werden kann, kühle Erfrischung.
Ebenfalls erst vor kurzem eingeweiht wurde die »Marie«, ein großer Spielplatz in der Marienburger Straße. Auf Grundlage eines Wettbewerbs und in Zusammenarbeit mit Anwohnern gestaltet, beteiligten sich viele im Kiez wohnende Kinder an der Gestaltung des Platzes. Bei der Umsetzung ihrer Ideen wirkten sie tatkräftig mit, die Mosaike an den Sitzbänken zum Beispiel verwirklichten sie in Zusammenarbeit mit einer Künstlerin. Das rückwärtige Areal der architektonisch interessanten 5. Grundschule in der Christburger Straße erstreckt sich auf weiter Fläche und bietet Spielbereiche für verschiedene Altersgruppen: ein Kletterschiff, Sandkästen und eine Plansche nach Vorbild der alten Berliner Wasserpumpen für kleine, oder ein großer Abenteuer-Bauspielplatz für größere Kinder. Eine Besonderheit des Spielplatzes ist die griechischen Vorbildern nachempfundene Arena, die sich in mehreren Sitzterrassen in den Boden senkt. Um das gesamte Areal auch für ältere Anwohner als Stadtplatz nutzbar zu machen, wurde im Frühjar 2000 ein künstlerisch gestalteter Obelisk der Berliner Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach eingeweiht. Wie überall im Berliner Umland zu finden, trägt er an seinen vier Seiten Entfernungsangaben zu anderen europäischen Städten und erinnert damit an historische Postsäulen.
Der Spielpatz Bernhard-Lichtenberg- Ecke Bötzowstraße, der sich auf einem Eckgrundstück befindet, wurde 1994 unter dem Motto »Schatzinsel« neu gestaltet. Eine riesige Sandspielfläche symbolisiert das Meer, welches man auf Holzstegen und Wackelbrücken trockenen Fußes überqueren kann, um so eine wunderschön schattige, mit Bäumen bewachsene Insel zu erreichen. Von dort aus haben die Schatzssucher einen schönen Blick auf die im Meer versinkende Sonne: die Kuppel einer im Sand liegenden Edelstahlrutsche. Außerdem befindet sich auf der Insel eine kleine Robinsonhütte. Hauptattraktion des Spielplatzes ist ein zum Teil versunkenes Schiff
mit Kletternetzen, Hangelseilen und einem Mastkorb als Ausguck. Ein waschechter hölzerner Pirat, eine durchs Meer tauchende Seeschlange, eine Möwe und ein grüner Vogel sind die Wächter dieses Spielplatzes.
Besonders gern besuchen die Kinder von Prenzlauer Berg den Abenteuerspielplatz in der Kollwitzstraße. Unter Betreuung von Erwachsenen können dort Holzbuden gezimmert, Feuer entfacht oder Fahrräder repariert werden. Ebenso begeistert sind sie vom Kinderbauernhof am Mauerpark, der sich ständig in Erweiterung befindet.